Pressemitteilungen

01. Februar 2017

Bayerische Krankenhausgesellschaft mahnt mehr staatliche Mittel für Investitionen in den Kliniken an

Mehr Investitionen für hochwertige Krankenhausversorgung notwendig

Um fit für die Zukunft zu sein, benötigen Bayerns Kliniken mehr Unterstützung des Staates

Auf die Ankündigung der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml, die Kliniken in Bayern fit für die Zukunft zu machen und auf eine weitere Modernisierung der Krankenhäuser im ländlichen Raum zu setzen, reagierte die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) umgehend.

„Wir freuen uns über dieses Vorhaben und begrüßen die Ankündigung der Frau Ministerin ausdrücklich“ sagte BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein, betonte aber „dies sei nur zu erreichen, wenn der Staat künftig deutlich mehr Geld für Investitionen in den Krankenhäusern zur Verfügung stellt.“

Derzeit stehen rd. 500 Mio. Euro im Jahr für Investitionen und Baumaßnahmen in den Kliniken Bayerns zur Verfügung. Eine Summe, die laut Hasenbein nicht ausreicht, um die Krankenhäuser fit für die Zukunft zu machen. Er weist darauf hin, dass im vergangenen Jahr Anträge von Kliniken auf Baumaßnahmen in einer Größenordnung von 130 Mio. Euro nicht in die staatliche Förderung aufgenommen werden konnten und verschoben werden mussten. Es zeichne sich ab, dass in diesem Jahr zusätzlich zu den aus dem Vorjahr verschobenen Projekten das Antragsvolumen die zur Verfügung stehenden Mittel bei Weitem übersteigen werde. Die Anträge stammten sowohl von Krankenhäusern im ländlichen Raum als auch in den Ballungsgebieten und beträfen sowohl „punktuelle Verbesserungen in der Versorgung als auch große Sanierungsmaßnahmen.“

Der BKG-Geschäftsführer weist darauf hin, dass für eine Modernisierung neben Baumaßnahmen auch Investitionen in die Ausstattung unerlässlich seien. „Wenn unsere Krankenhäuser, wie von der Ministerin angesprochen, weiterhin Spitzenmedizin anbieten sollen, müssen sie verstärkt investieren, um mit dem medizinischen Fortschritt Schritt halten zu können.“

Laut BKG müssen die Krankenhäuser künftig besonderes Augenmerk auf die Erneuerung der IT-Strukturen legen. „Meint man Modernisierung und Zukunftsfähigkeit ernst, dann stehen in den Kliniken die Themen Digitalisierung und Cybersicherheit im Mittelpunkt. Hierfür sind Investitionen in gewaltigem Ausmaß erforderlich, die man vor wenigen Jahren noch überhaupt nicht im Blick hatte.“

Wie hoch die staatliche Investitionsförderung für die Krankenhäuser ausfallen wird, wird im kommunalen Finanzausgleich geregelt, den die Staatsregierung mit den Kommunen jährlich aushandelt. Hasenbein appelliert an die Staatsregierung, dass die Krankenhäuser nach einer jahrelangen Durststrecke in diesem Jahr in der Prioritätenliste oben stehen müssen und hofft dabei auf die Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände. Die Krankenhäuser in Bayern stehen unter einem enormen Druck und hätten eine große Erwartungshaltung.

„Wir stehen derzeit bei gut 500 Mio. Euro im Jahr und waren bis 2002 – bei deutlich niedrigerem Bedarf – schon einmal bei 613 Mio. Euro. Zumindest auf dieses Niveau muss man in einem ersten Schritt wieder kommen“ fasst er die Erwartung der Kliniken zusammen.

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