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13. Januar 2017

Bayerns Kliniken kritisieren falsche Darstellung im ARD-Magazin Plusminus

Zahl der Hygienefachkräfte in den Krankenhäusern steigt

Bayerns Kliniken kritisieren falsche Darstellung im ARD-Magazin Plusminus

Die in der ARD-Sendung Plusminus am 11.01.2017 veröffentlichte Analyse des Recherchezentrums CORRECTIV zum Hygienepersonal in den deutschen Krankenhäusern enthält gravierende Fehler. Darauf weist die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) hin.

Laut „Plusminus“ erfüllte 2014 jedes vierte Krankenhaus die Hygieneempfehlungen des Robert-Koch-Instituts nicht. Das Magazin stützt sich dabei auf eine Auswertung der Angaben der Krankenhäuser in den Qualitätsberichten durch das Recherchezentrum CORRECTIV.

BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein weist darauf hin, dass die im Jahr 2014 erhobenen Daten längst nicht mehr der aktuellen Zahl an Hygienepersonal in den Krankenhäusern entspricht. Eine Beurteilung der heutigen Ausstattung mit Hygienepersonal in den bayerischen Kliniken sei mit der CORRECTIV-Bewertung nicht möglich.

Die bayerischen Kliniken erhöhten gerade in den letzten Jahren kontinuierlich die Mitarbeiterzahl im Bereich der Infektionsprävention und betrieben gezielt Fort- und Weiterbildung. Hasenbein bestätigt, dass dennoch in einzelnen Bereichen ein Bedarf an qualifiziertem Personal bestehe. Er begründet dies vor allem mit den geringen Ausbildungskapazitäten aufgrund der komplexen und mehrjährigen Weiterbildungen z. B. im Bereich der Krankenhaushygieniker. Deshalb seien auch am Arbeitsmarkt nicht ausreichend Fachkräfte verfügbar.

Als „bedenklich“ bezeichnet Hasenbein, dass die zugrunde gelegten Angaben der Qualitätsberichte falsch interpretiert und wiedergegeben wurden. Als Folge wurden in der von Plusminus veröffentlichten Übersichtskarte viele Kliniken zu Unrecht so dargestellt, als würden sie die Hygieneempfehlungen nicht erfüllen.

„Diese plakative Berichterstattung mittels veralteter Daten und fehlerhaften Schlussfolgerungen führt zu einer Verunsicherung der Patienten und diskreditiert die im Krankenhaus beschäftigten Mitarbeiter“ ärgert sich Hasenbein.

Die Infektionsprävention ist aufgrund ihrer Komplexität nur durch ein Miteinander aller im Gesundheitswesen beteiligten Akteure positiv weiterzuentwickeln. Als ein Beispiel hierfür nannte er für Bayern die bundesweit anerkannte LandesArbeitsgemeinschaft MultiResistente Erreger (LARE). „Hätte man sich an kompetenter Stelle informiert, hätte man sowohl die aktuelle Situation als auch den noch bestehenden Handlungsbedarf sachgerecht darstellen können“.

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